Wir lieben jede Art der Bewegung!

Egal ob es Vibrationsplatte, Stromstimulation oder Radfahren im Vakuumtrainer sind, die jemandem den Impuls geben sich zu bewegen. Wir sind dafür!

Wir empfehlen unseren Freunden und Trainierenden jedoch weniger spektakulär wirkende, klassische Varianten. Denn Krafttraining mit eigenem Körpergewicht und einfaches Ausdauertraining im Park sind kostengünstiger und effektiver. Sie werden daher nicht umsonst von Profi- und Gesundheitssportlern seit Jahrtausenden genutzt. Die „guten alten Klassiker“ wie Kniebeuge oder der Klimmzug kommen nie aus der Mode. Wir zeigen Euch schon bald einfache Herangehensweisen und Methoden um schnell und einfach in Bestform zu kommen.

Solange erfreuen wir uns über die Methoden der 40er Jahre. Wir sind gespannt wie die heutzutage beworbenen Methoden in ein paar Jahrzehnten betrachtet werden…

Dürfen wir vorstellen: Mr. Fett

Was sind eigentlich Fette? Ein wenig Chemie zur kurzen Vorstellung sei erlaubt: Chemisch gesehen besteht ein Fettmolekül aus einem verbindendem Teil, dem Glyzerin, an dem wiederum drei Kohlenwasserstoffketten hängen, die Fettsäuren. Ein Fettmolekül wird daher auch Triglyzerid genannt. Innerhalb der Fettsäuren unterscheidet man zwischen einfach ungesättigten Fettsäuren die nur eine Doppelbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen haben, mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit mehr als einer Doppelbindung und gesättigten Fettsäuren die keine Doppelbindung aufweisen. Diese unterschiedlichen chemischen Eigenschaften wirken sich auch auf die physikalische Eigenschaft des Fettes aus: So sind Fette mit vielen ungesättigten Fettsäuren bei Raumtemperatur flüssig, sogenannte Öle, während Fette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren bei Raumtemperatur fest sind. Überwiegend gesättigten Fettsäuren findet man in tierischen Produkten (Butter, Käse, Fleisch,……) während ungesättigte Fettsäuren hauptsächlich in pflanzlichen Ölen sowie fettreichem Fisch (z.B. Lachs, Hering) zu finden sind.

„Ich brauche jetzt ein wenig Fett“

Genau wie Vitamine sind gewisse ungesättigte Fettsäuren lebensnotwendig und werden daher als essentielle Fettsäuren bezeichnet. Der Körper kann sie im Vergleich zu anderen Fettsäuren nicht selber herstellen und sie müssen daher durch die Nahrung aufgenommen werden. Diese Gruppe der essentiellen Fettsäuren stellen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren da.

Eine weitere Gruppe der Fettsäuren sind die Trans-Fettsäuren. In geringen Mengen kommen natürliche Trans-Fettsäuren zwar auch in Milch- und Fleischprodukten vor, die große Mehrheit nehmen wir allerdings in Form von industriell gehärteten, künstlichen Trans-Fettsäuren auf (z.B. in Backwaren und Fertiggerichten). Künstliche Trans-Fettsäuren entstehen durch die Härtung ungesättigter Pflanzenöle bei der die chemische Struktur der Fettsäure verändert wird und so aus einem flüssigen Öl ein streichfähiges Fett wird. Trans-Fettsäuren gelten als gesundheitlich bedenklich, da die chemische Veränderung in der Struktur der Fettsäuren gesundheitliche Risiken mit sich bringt, vor allem in Hinsicht auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die richtige Wahl von Fetten in der Ernährung

Während Trans-Fettsäuren also nur in sehr geringen Mengen konsumiert werden sollten, so emfehlen auch wir mindestens zwei Drittel der täglichen Energieaufnahme aus Fetten von ungesättigten bzw. mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen und höchstens ein Drittel aus gesättigten-Fettsäuren.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem für einen gesunden Cholesterinspiegel sorgen, sind als Omega-3-Fettsäuren vor allem in Leinöl, Rapsöl oder Seefischen vorhanden sowie als Omega-6-Fettsäuren vor allem in Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl.

Einfach ungesättigte Fettsäuren, die im Körper vor allem für die Funktion der Zellmembranen benötigt werden, sind ebenfalls reichlich in Pflanzenölen vorhanden, wie vor allem in Raps- und Olivenöl.

Gesättigte Fettsäuren dienen dem Körper in erster Linie zur Energielieferung und sind vor allem in Lebensmitteln tierischer Herkunft zu finden wie beispielsweise Fleisch, Butter und Milch; sie kommen aber auch in wenigen pflanzlichen Quellen vor, wie Kokosnüssen oder Kakao.

Nicht ohne mein Fett

Zusammenfassend sind Fette, speziell die essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, also ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Achtet man beim Fett vor allem auf Quantität und Qualität, dann macht uns der Nährstoff Fett nicht fett, sondern hält uns fit und gesund!

Die genauen Auswirkungen der verschiedenen Fettsäuren auf komplexere, gesundheitliche Parameter wie dem Cholesterinspiegel wurden in diesem Blog-Eintrag mit Absicht nur kurz Angesprochen und werden in Zukunft genauer unter die Lupe genommen.

Fett – wofür das Ganze?

Wieviel und wofür benötigen wir Fett?

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGA) sollten etwa 25-30% unserer täglichen Energieaufnahme aus Lipiden stammen.

Je nach täglichem Energiebedarf, der stark von Alter, Geschlecht, Gewicht und körperlicher Aktivität abhängig ist, sind das etwa zwischen 60-80g Fett pro Tag. Wer sich unschlüssig ist wieviel Fett er sich erlauben sollte dem erstellen wir gerne individuelle zielgerichtete Ernährungspläne (10 Tage für 9,99€).
Im Fettstoffwechsel werden Fette zu Strukturelementen von Zellen umgewandelt und liefern so beispielsweise wichtige Bausteine für unser Nervensystem.  Des weiteren spielen sie eine wichtige Rolle in der Hormonsynthese und fungieren als Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K die nur in Anwesenheit von Lipiden vom Körper resorbiert und verwertet werden können.

In unserer Ernährung dienen Fette als Geschmacksträger  aber steigern auch das Sättigungsgefühl da Lipide vom Organismus langsamer abgebaut werden als Kohlenhydrate und die Nahrung somit länger im Magen verweilt.  Auch im Hinblick auf den Blutzuckerspiegel hat Fett positive Auswirkungen: So steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an, wenn eine kohlenhydratlastige Mahlzeit mit Fett kombiniert wird, da dies die Spaltung und den Transport der Kohlenhydrate in die Blutbahnen verlangsamt.

Zuviel des Guten ist auch nicht gut

Nur das Fett, das vom Körper nicht im Stoffwechsel benötigt wird, wird als Depotfett in den Fettzellen des Unterhautfettgewebes gespeichert wo es als Wärmeisolation dient und den Körper vor Auskühlung schützt. Wichtige und empfindliche innere Organe werden außerdem durch Organfett umgeben um sie so vor Kälte, Stöße und Druck zu schützen.

Depotfett stellt vor allem eine wichtige Energiequelle für den Körper da, da bei fast jeglicher Form von körperlicher Aktivität Fette als Energieträger verbraucht werden. Selbst normalgewichtige Personen haben so Energiereserven für mehrere tausend Laufkilometer gespeichert! Wenn die überschüssigen Fette jedoch zu häufig und in zu großen Mengen abgespeichert werden, können Sie sich negativ bemerkbar machen. Die geeignete Menge sollte es also sein, achtet also auf Eure Energiebilanz.

 

Mehr dazu in Kürze…

 

Nicht ins Fettnäpfchen treten: Warum Fette besser sind als ihr Ruf

„Fett hat viele Kalorien, ist ungesund und macht dick!“.

Diese Aussage hört man leider viel zu oft und obwohl Fette tatsächlich zu den energiereichsten Nährstoffen gehören und somit schnell zu Dickmachern werden können, so ist diese vorschnelle Aussage nur die halbe Wahrheit.

Der schlechte Ruf von Fetten, auch Lipide genannt, übertönt somit leider die vielen positiven Eigenschaften dieses essenziellen Nährstoffs.
Aus den drei Makronährstoffen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett weist Fett mit 9.3 kcal/g tatsächlich eine mehr als doppelt so hohe Energiedichte auf als Kohlenhydrate und Eiweiße mit je 4,1 kcal/g.
Eine sehr fetthaltige Mahlzeit hat also bei gleichem Energiegehalt wie eine Kohlenhydrat- oder Eiweißreiche Mahlzeit ein geringeres Volumen. Wer über längere Zeit durch eine fetthaltige Ernährung mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, wird sehr bald mit einer Gewichtszunahme rechnen müssen. Dass dies mit einer stark kohlenhydratreichen Ernährung aber genauso der Fall ist, wird leider zu oft ignoriert.

Unsere Fettaufnahme sinkt doch unser Körperfett steigt!

In der Tat ist unsere Ernährung in den letzten Jahrzenten fettarmer geworden, was vor allem auf die vielen Light- und fettreduzierten Magerprodukte zurückzuführen ist. Doch steuert dies auch der Pandemie von Übergewicht und Adipositas entgegen? Leider nein!

Untersuchungen des statistischen Bundesamtes, bei denen ein Body Mass Index von >25 kg/m² als Indikator für Übergewicht und Adipositas verwendet wurde,  ergaben, dass die Zahl übergewichtiger und adipöser Erwachsener in den letzten Jahren auch in Deutschland weiter angestiegen ist: Während sie im Jahr 2005 noch bei unter 50% lag, stieg sie 2009 auf 51% und 2013 auf 52% an – trotz sinkendem Fettgehalt unserer Ernährung. Dies verstärkt erneut die Aussage, dass nicht das „Fett fett macht“ sondern eine andauernde positive Energiebilanz durch Bewegungsmangel und einer zu hohen Kalorienzufuhr.

Wie viel Fett brauchen wir denn eigentlich? Mehr zu dieser Frage gibt´s in Kürze…